Wenn Laufen von der reinen Leidenschaft zum ambitionierten Sport wird, verändert sich einiges. Plötzlich spielen strukturierte Reize eine Rolle, der Alltag muss neu organisiert werden und auch der Kopf steht vor steigendem Leistungsdruck. Im ACHILLES RUNNING Podcast spricht Coach und Sportpsychologin Katja Tegler darüber, was passiert, wenn Läufer:innen den nächsten Schritt wagen. Wie verändert sich die Trainingsmethodik und wie gelingt ambitioniertes Training zur neuen Bestzeit, ohne die Freude am Laufen zu verlieren?
Prioritäten setzen für die Bestzeit!
Wer die sportlichen Ziele höher steckt, erlebt oft unbewusst Veränderungen in vielen Lebensbereichen. Da Sport eine körperliche und mentale Belastung darstellt, ist ein bewusster Umgang mit den eigenen Ressourcen essenziell. Sind die Kapazitäten durch berufliche und familiäre Verpflichtungen bereits stark gefordert, bleiben kaum Energiereserven für ambitioniertes Training. Katja rät daher zu einer realistischen Status-Quo-Bestimmung: Passt der eigene Anspruch zum aktuellen Alltag? Um das notwendige Training abzusichern, gilt es Prioritäten zu setzen und gegebenenfalls andere Dinge hintenanzustellen. Das kann bedeuten, soziale Aktivitäten phasenweise zu reduzieren, während Erholung und Schlaf ganz automatisch an Bedeutung gewinnen. Effizientes Zeitmanagement ist im ambitionierten Sport letztlich das A und O.
Mehr Training für höhere Ziele
Katja rät ausdrücklich davon ab, dem Prinzip „viel hilft viel“ zu folgen. Der Fokus sollte vielmehr auf der gezielten Steuerung und Polarisierung der einzelnen Trainingseinheiten liegen. So verlangt eine VO2max-Einheit ein explizit hohes Tempo, während Easy-Runs tendenziell noch langsamer werden. Katja betont, dass das starre Übernehmen fremder Trainingspläne wenig gewinnbringend ist. Stattdessen müssen Athlet:innen das Training an den eigenen Alltag anpassen. Entscheidend ist daher, die Trainingsqualität gegenüber der Quantität zu bevorzugen und die Einheiten konsequent nach ihrem spezifischen Ziel und ihrer Wirkung auszurichten.
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