In der aktuellen Episode des ACHILLES RUNNING Podcasts widmen wir uns einer Frage, die sich bestimmt jede:r von uns schon einmal gestellt hat: Ab wann bin ich eigentlich langsam? Gemeinsam mit unserer Gästin Paula Thomsen gehen wir der Frage nach, weshalb langsames Laufen in der Running-Szene häufig negativ behaftet ist und warum der mentale Druck durch Plattformen wie Instagram oder Strava so hoch ist. Im Gespräch vergleichen wir die weltweiten Durschnitts-Paces auf verschiedenen Distanzen und geben Ratschläge, wie du deine eigene Tempowahrnehmung gezielt optimierst.
Wann ist eine Pace langsam?
Im kollektiven Gedächtnis der Lauf-Community geistert hartnäckig der Mythos herum, dass eine 6er-Pace (6:00 min/km) der absolute Standard sein sollte – quasi die Grenze, ab der man erst als „echte:r“ Läufer:in gilt. Dieser Druck wird durch die gängige Praxis im Netz nur noch verstärkt: Viele Online-Medien und digitale Trainingspläne hören bei einer Pace von 7:00 oder 7:30 min/km einfach auf, als ob sich alles darüber hinaus gar nicht mehr lohnen würde. Schaut man sich jedoch die realen, weltweiten Daten von Millionen von Breitensportler:innen auf der Marathon- und Halbmarathondistanz an, zeigt sich ein komplett anderes Bild. Den kompletten Realitätscheck bekommst du in der Podcastfolge:
Physiologische Vorteile und praktische Umsetzung
Langsames Laufen ist nichts Schlechtes. Ganz im Gegenteil! Paula beschreibt die Vorteile, die langsames Training für Herz, Nervensystem, Bänder und Sehnen bietet. Sie liefert zudem konkrete Werkzeuge für den Trainingsalltag: Sie erklärt, wie du das eigene Wohlfühltempo findest, warum du dich an aeroben Schwellen orientieren solltest und wie du dich selbst auch mal effektiv ausbremst, um absichtlich langsam zu laufen – etwa durch den „Talk-Test“ oder gezielte Gehpausen.
Mehr als nur eine Pace-Zahl
Letztlich dient die Folge dazu, das Verständnis für das eigene Lauftempo grundlegend zu wandeln. Paula Thomsen ermutigt dazu, das Dogma des „Schneller-höher-weiter“ hinter sich zu lassen und den Fokus stattdessen auf die nachhaltige Entwicklung und den eigenen Körper zu legen. Die Folge hilft dir zu verstehen, dass langsames Laufen nicht als Stagnation, sondern als strategisches Trainingstool wahrgenommen werden sollte, das langfristig zu mehr Leistungsfähigkeit und vor allem zu mehr Freude am Laufen führt – unabhängig davon, was die digitale Running-Community auf Strava vorgibt.
Du findest die Folge auf Spotify, Apple-Podcast und überall wo es Podcast gibt!