Wie sehr entscheidet das richtige Pacing wirklich über deinen Erfolg? Ist ein starker Endspurt ein Zeichen für ein perfektes Rennen oder nur der Beweis, dass du vorher zu vorsichtig warst? In dieser ACHILLES RUNNING Folge tauchen wir mit Sportwissenschaftler Dr. Oliver Quittmann tief in die Kunst des Pacings ein. Wir klären, warum Pacing die perfekte Schnittstelle zwischen Physiologie und Performance ist, wie das Gehirn die Reserven unbewusst steuert und warum manche Pacing-Fehler uns schon kurz nach dem Startschuss die Bestzeit kosten.
Pacing-Verhalten im Wettkampf
Ein misslungener Start kann für viele Läufer:innen bereits das vorzeitige Ende aller Hoffnungen im Wettkampf bedeuten. Genau deshalb ist es so wichtig, das Rennen von Beginn an strukturiert und clever anzugehen – nur so lässt sich der mühsam im Training erarbeitete Fortschritt auch erfolgreich auf die Straße bringen. Im ACHILLES RUNNING Podcast macht Dr. Oliver Quittmann mit uns einen Deep Dive in die physiologischen Hintergründe des individuellen Pacing-Verhaltens. Denn Pacing ist mehr, als nur penibel der Marschtabelle zu folgen. Gutes Pacing erfordert auch die auch körpereigenen Signale richtig zu deuten und darauf aktiv im Wettkampf zu reagieren. Welche Umwelteinflüsse unser Pacing-Verhalten beeinflussen, erfährst du in der Episode:
Die richtige Rennstrategie finden
Ob es die eine, “perfekte” Pacing-Strategie gibt, bezweifelt Oliver Quittmann, auch wenn wissenschaftliche Analysen des Pacingverhaltens der Weltspitze klare Tendenzen für verschiedene Distanzen zeigen. Unabhängig von deiner Renntaktik kennst du dieses Gefühl vermutlich gut: Direkt im Ziel fühlt sich der Lauf zwar nach dem absoluten Maximum an, aber schon kurz darauf kommt der Gedanke auf, dass vielleicht doch noch etwas mehr möglich gewesen wäre. Für die Langstrecke – also Halbmarathon und Marathon – lässt sich laut Oliver häufig beobachten, dass die erste Streckenhälfte schneller absolviert wird als die zweite. Dennoch rät er speziell Hobbyläufer:innen dazu, ein konstantes Tempo durchzulaufen und sich einen Endspurt maximal für den Schluss aufzuheben. Aber Vorsicht: Die letzten zwei bis drei Kilometer kosten noch einmal richtig Körner, weshalb man das Tempo besser nicht zu früh anziehen sollte.
Egal ob Kurz-, Mittel- oder Langdistanz: Wenn du erfahren möchtest, welche Renneinteilung sich ins Ziel bringt und mit welchen Methoden du deine Pacing-Fähigkeiten schulen kannst, dann hör dir das ganze Gespräch mit Oliver an. Die Folge findest du überall, wo es Podcasts gibt – zum Beispiel Spotify oder Apple-Podcast.